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Floating Car Daten

Mit diesen „Floating-Car-Daten“ (FCD) haben sie ein Verkehrsanalysesystem entwickelt, das auf Knopfdruck die aktuellen Reisezeiten im Wiener Straßennetz berechnet.

Taxis als mobile Verkehrssensoren

Die Daten dazu liefern in einem Pilotprojekt über 600 (Stand August 2005) mit GPS ausgerüstete Fahrzeuge der Taxiflotte 31300, die als rollende Sensoren laufend ihre Positionsdaten über den Betriebsfunk an die Leit-zentrale melden. Aus diesen Floating-Car-Daten wird alle 15 Minuten ein aktuelles Verkehrslagebild für ganz Wien erzeugt. Keine triviale Aufgabe, wie der Verkehrstelematiker Dietrich Leihs, Geschäftfeldleiter Verkehrstechnologien von arsenal research, erläutert: „Nur mit komplexen Simulationen und mathematischen Modellen ist es gelungen, aus den punktuellen Daten von vergleichsweise wenigen Fahrzeugen den Verkehrszustand des gesamten Straßennetzes zu berechnen. Damit ist zugleich aber auch eine wichtige Grundlage für konkrete Prognosen und Routenempfehlungen geschaffen". Den Praxistest hat das System übrigens bereits mit Bravour bestanden: Vergleichende Kontrollen an ausgewählten Routen im Wiener Stadtgebiet erbrachten eine sehr gute Übereinstimmung zwischen den prognostizierten und tatsächlich gemessenen Reisezeiten.

Verbessertes Flottenmanagement

Das Taxiunternehmen als „Datensammler“ erhofft sich von der computergenerierten Verkehrsanalyse einen wichtigen Wettbewerbsvorteil, wie Nikolaus Norman, Geschäftsführer von 31300 betont: „Über einen PDA können wir so in Zukunft dem Taxilenker die aktuelle Stausituation und auch gleich passende Routenempfehlungen direkt ins Auto übertragen, damit unsere Taxis Staus umfahren und so kürzeste Reisezeiten garantieren können.“ Außerdem denkt man daran, die selbst generierten aktuellen Verkehrsflussdaten auch anderen Interessenten, wie etwa Verkehrsfunk oder öffentlicher Hand, gegen Entgelt zur Verfügung zu stellen - entsprechende Businessmodelle werden derzeit entwickelt.

Handys als Staumelder

Um die Datenbasis für ihre Verkehrsanalysemodelle weiter auszubauen, erschließen die Experten von arsenal research derzeit im Projekt PROMOS aber auch noch zusätzliche Datenquellen. „Dabei wird auch dem Mobiltelefon die Rolle eines Verkehrszählers übertragen“, erläutert Leihs „Denn über bestimmte Kanäle der Mobilfunkbetreiber lässt sich die Anzahl der Handys zählen, die in einem gewissen Zeitraum die Grenze zwischen zwei Funkzellen überqueren.“ Dieses „virtuelle Drehkreuz“ ist zwar nicht so genau wie die GPS-Methode, die hohe Flächendeckung (immerhin besitzen mehr als 80% aller Österreicher ein Mobiltelefon) und sofortige Verfügbarkeit machen die Handylösung zu einer kostengünstigen Ergänzung für die Erfassung von Verkehrsflüssen - und zwar ohne Investitionen in teure Infrastruktur, wie Induktionsschleifen oder Mikrowellendetektoren.

Ö3 Radiobericht über das FCD-System > Download
Demo der Floating Car Daten > Download

Rückfragen gerne an:

Nikolaus Norman
FUNKTAXI 31300 VermittlungsgmbH & Co KG
Tel.: 01 / 47676-20
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DI (FH) Dietrich Leihs
Geschäftsfeldleiter Verkehrstechnologien
arsenal research
Tel.: 050 550-6616
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